"GEMEINSAM FAHREN - GEMEINSAM KÄMPFEN FÜR UNSERE RECHTE" 

  • Slide image one
  • Slide image two
  • Slide image three
Für Neulinge

Für Sternfahrt-Neulinge haben wir an dieser Stelle eine Gebrauchsanweisung erstellt, damit jede(r) weiß, auf was er/sie sich einlässt.

Der „ordentliche Sternfahrer“ bzw. die „ordentliche Sternfahrerin“ (das Einverständnis der weiblichen Leserschaft voraussetzend ersparen wir uns in der Folge die genderpolitisch korrekte Ansprache) steht mit vollem Tank, aufgeschnalltem Zelt plus Zubehör (alternativ mit den einschlägigen Hotelführern, den auf seinen Namen lautenden Reservierungsbestätigungen und den gängigen Kreditkarten) sowie den notwendigsten Klamotten in den Motorradkoffern, festgezurrten Taschen, Travelbags bzw. im Tankrucksack (Sonnencreme bitte nicht vergessen !) spätestens eine halbe Stunde vor der angekündigten Abfahrtszeit auf dem jeweiligen Startplatz (im Regelfall ist das der Übernachtungsplatz der vorangegangenen Etappe). Nach kurzer Einweisung durch den Führer des Tecks, der gleichzeitig auch Leiter der Demonstration gemäß Versammlungsrecht ist, und der Aufstellung in Fahrformation geht es dann in Teiletappen von etwa einer Stunde im geschlossenen Konvoi mit Polizeibegleitung dem jeweiligen Tagesziel entgegen.

Logo-SternfahrtDie regelmäßigen Tankstopps bzw. Zigarettenpausen und die Aufenthalte für den kleinen Imbiss lassen den Sternfahrt-Bazillus ziemlich schnell über den nahezu wehrlosen Neuling herfallen. Herrschernaturen sind spätestens dann für die nicht Sternfahrt-fahrende Welt verloren, wenn sie in einer der zu durchfahrenden Großstädte auf einer belebten Kreuzung die Verkehrsregelung von dem Kollegen vom MC Grün-Weiß bzw. vom neu gegründeten MC Blau-Silber übernehmen. Aber bitte keine Trillerpfeifen und weiße Handschuhe mitnehmen. Selbst militante Eigenbrötler haben nur beschränkte Widerstandskräfte, wenn beim gemeinsamen Bier bzw. Wasser am Abend, meistens in landschaftlich schöner Umgebung, noch einmal die Highlights des Tages die Runde machen. Denn jeder Übernachtungsplatz ist gleichzeitig auch Partygelände.

gw.phpWas das Reinlichkeitsbedürfnis betrifft, ist jeder auf seine eigene Findigkeit angewiesen. Zwar gibt es auf jedem Übernachtungsplatz eine beschränkte Auswahl an sanitären Einrichtungen. Für den Gang ins örtliche Schwimmbad (wg. Dusche und so) sollte man sich aber einem Sternfahrt-Profi oder den Einheimischen anvertrauen. Denn die Übernachtungsplätze sind eher „rustikal“ ausgestattet.

Freitagabend gibt es Party in gemütlicher Runde mit den üblichen Annehmlichkeiten eines Partygeländes. Was die Füllstandsgrenze für alkoholische Getränke betrifft, sollte man bedenken, dass es am Samstagmorgen bereits um 10:00 Uhr auf zunächst verschlungenen Pfaden in die deutsche Bundeshauptstadt geht. Einmal quer durch die pulsierende Metropole werden wir kurz vor Mittag auf dem Olympischen Platz eine kurze Pause einlegen. Dort stellt sich die spannende Frage: finden wir die Kumpels nicht mehr, weil wir unter den Tausenden von Moppeds die Übersicht verloren haben oder weil auf dem menschenleeren Gelände ohne Opernglas nichts zu erkennen ist ?

Interessiert? Mehr und genauere Infos gibt es unter bu-sternfahrt.de

Konvoiregeln (insbesondere Sternfahrt):

Auch wenn es manchen Leuten auf den Keks geht: bei Fahrten in der Kolonne sind ein paar Regeln zu beachten, die für die gefahrlose Durchführung der Sternfahrt zwingend einzuhalten sind. Deshalb die folgenden Punkte bitte gründlich durchlesen und sich daran halten. Denn wir wollen alle gesund und munter wieder zu Hause ankommen. Das Letzte, was wir brauchen können, sind Unfälle während der Sternfahrt !!!

Wegen der leichteren Lesbarkeit haben wir in der Folge auf die genderpolitisch korrekte Schreibweise verzichtet. Wir hoffen auf das Verständnis unserer weiblichen Leser.
   
       
Die Teilnahme an der gesamten Sternfahrt inklusive Stopps und Übernachtungen geschieht auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko. Die BU übernimmt keinerlei Haftung.

Jeder ist während der Fahrt für sich selbst verantwortlich, achtet aber auf seinen Vorder-, Neben- und Hintermann

Wir fahren in Zweierreihen versetzt. Bitte keine Lücken und keine großen Abstände zum Vordermann lassen. Der notwendige Sicherheitsabstand wird durch das versetzte Fahren erreicht.

Auch bei mehrspurigen Straßen nutzen wir nur eine Fahrspur. Bitte immer auf der Fahrspur des Vordermanns fahren.

Während der Fahrt grundsätzlich nicht die Reihe wechseln. Wer in der rechten Reihe losfährt, bleibt bis zum nächsten Tankstopp rechts. Entsprechendes gilt für die linke Reihe.

Wir fahren in den Ortschaften mit ca. 30 - 40 km/h, auf überörtlichen Straßen mit maximal 60 - 70 km/h.

Bitte mit möglichst gleichmäßiger Geschwindigkeit fahren. Beim Entstehen einer Lücke nicht zu schnell aufschließen. In jedem Fall kein „Gas - Bremse - Gas“, da sich ansonsten die Abstände und die Geschwindigkeit der letzten Fahrzeuge in gefährliche Größenordnungen aufschaukeln.

Wenn die Kolonne auf gerader Strecke mit einigermaßen gleichmäßiger Geschwindigkeit fährt, die eigene Geschwindigkeit an der Geschwindigkeit des Hintermanns orientieren. Fällt der Hintermann zurück, die Geschwindigkeit reduzieren. Damit vermeiden wir Lücken und fahren insgesamt eine angemessene Geschwindigkeit.

Es wird grundsätzlich nicht überholt. Einzige Ausnahmen gelten für die Kradfahrer der Polizei, unsere speziell eingeteilten Ordner und unsere Kameraleute, erkennbar an den speziellen Signalwesten. Überholvorgänge im Konvoi finden nur im Notfall oder bei Ausfall eines Fahrzeugs statt.

Es gibt drei Führungsfahrzeuge im Konvoi: den Führer der Kolonne und zwei Einweiser für die Absperrungen. Den Zeichen der Einweiser ist unbedingt Folge zu leisten.

Unsere speziell eingeteilte Ordner überwachen den Fluss des Konvois und die Abstände zwischen den Fahrzeugen. Den Anweisungen dieser Ordner ist ebenfalls Folge zu leisten.

Das letzte Motorrad im Konvoi ist der Rückeinweiser für das Einfädeln nach Absperrungen. Den Zeichen dieses Rückeinweisers ist ebenfalls Folge zu leisten.

Das letzte Fahrzeug der Kolonne ist unser Begleit-LKW. Bei Absperrmaßnahmen bitte darauf achten, dass auch der LKW gefahrlos die Kreuzung passieren kann. Hinter dem LKW fährt ggf. noch ein Polizeifahrzeug zur Absicherung nach hinten.

Nicht immer wird es uns erlaubt, die Absperrungen der Polizei zu übernehmen. Das jeweilige Verfahren wird vor der Abfahrt mit dem Einsatzleiter der Polizei abgesprochen und allen bekannt gegeben. Bitte unbedingt auf die Handzeichen der beiden vorderen Einweiser achten.

Eigene Absperrungen bzw. die Absperrung der Polizei übernehmen grundsätzlich nur das erste bzw. die ersten beiden Bikes links und rechts hinter den drei Führungsfahrzeugen. Bei größeren und unübersichtlichen Kreuzungen können auch mal mehr als zwei Bikes für Absperrungen notwendig sein. Denn ggf. müssen z.B. auch die entgegenkommenden Linksabbieger angehalten werden. Abgesperrt wird auf eindeutige Handzeichen der beiden vorderen Einweiser hin. Sie signalisieren deutlich, wie viele Absprerrer in ihrer Reihe an der jeweiligen Kreuzung gebraucht werden und wo diese zu stehen haben.

Grundsätzlich gilt, dass der Führer des Konvois nicht überholt werden darf. Einzige Ausnahme: wenn die Polizei die Kreuzung absperrt und wir die Absperrung übernehmen, muss die Übernahme der Absperrung vor dem Passieren des ersten Fahrzeugs abgeschlossen sein. Dazu ist es notwendig, dass nach einem eindeutigen Handzeichen der beiden Einweiser auch der Führer des Konvois überholt wird.

Die ersten Fahrer hinter den drei Führungsfahrzeugen müssen die Verkehrssituation im Auge behalten und sich jederzeit auf zusätzliche adhoc-Maßnahmen einstellen. Das gilt vor allem bei unübersichtlichen Kreuzungen, bei entgegenkommenden Fahrzeugen in Engstellen oder bei Fehlreaktionen anderer Verkehrsteilnehmer.

Beim Zufahren auf abzusperrende Kreuzungen bitte grundsätzlich nicht die Reihe wechseln. Wer links fährt, sperrt auf der linken Seite ab, wer rechts fährt auf der rechten Seite.

Beim Absperren auf der linken Seite des Konvois darf in keinem Fall der Gegenverkehr gekreuzt werden. Das gilt auch dann, wenn die Kradfahrer der Polizei das anders handhaben. Die haben, im Gegensatz zu euch, mit ihrem Blaulicht Sonderrechte. Bitte grundsätzlich auf der Mitte der Kreuzung stehen bleiben.

Wenn wir auf der Vorfahrtsstraße fahren und keine Ampel passieren, brauchen wir im Regelfall nicht abzusperren. Das gilt auch dann, wenn die Polizei die Kreuzung mit eigenen Kräften abgesperrt hat. Bitte auf die Handzeichen der beiden vorderen Einweiser achten.

Wenn Kreuzungen oder Zufahrten abgesperrt werden, bitte darauf achten, dass sich keiner „durchmogelt“. Verständigt euch mit den Fahrern durch eindeutige Handzeichen darauf, dass sie zu warten haben.

Bitte auf der gesamten Fahrt auf Fußgängerüberwege achten. Trotz eindeutiger Verkehrsregelung passiert es gerade in Großstädten immer wieder, dass Fußgänger auf ihr vermeintliches Recht beharren und in die Kolonne laufen.

Bei der Durchführung von Absperrmaßnahmen passiert es immer wieder, dass auf einer Seite mehr Absperrer benötigt werden als auf der anderen Seite. Dadurch entsteht in einer der beiden Reihen eine Lücke, die unverzüglich zu schließen ist. Das Aufschließen auf den Vordermann durch Passieren der Fahrer in der anderen Reihe gilt nicht als Überholen und muss möglichst zügig erfolgen.

Wenn das Ende der Kolonne in Sicht kommt, bitte auf das Bike steigen, Motor an und den ersten Gang einlegen. Sobald der Rückeinweiser, der vor dem LKW fährt (ggf. noch vor den mitfahrenden Kleinfahrzeugen), ein Zeichen gibt, losfahren und sich unmittelbar vor dem Rückeinweiser wieder einklinken. Bitte daran denken, dass im Regelfall auch auf der anderen Straßenseite jemand abgesperrt hat, der sich wieder in den Konvoi eingliedern muss.

Bitte nicht ohne ausdrückliche Aufforderung durch einen Ordner an die Spitze des Konvois fahren. Es gibt auf der Strecke genug Kreuzungen, die abzusperren sind. Es kommt jeder mehr als einmal dran.

Schwach motorisierte Fahrzeuge (kleiner 125 ccm) fahren direkt vor dem Begleit-LKW und beteiligen sich nicht an Absperrmaßnahmen.

Jeder andere Teilnehmer an der Sternfahrt muss sich an den Absperrungen beteiligen, da wir ansonsten die Kontrolle über die Absperrmaßnahmen verlieren. Das gilt auch für Zweispurfahrzeuge (Gespanne, Trikes und Quads). Wer sich nicht traut, eine Absperrung alleine zu übernehmen, hängt sich an seinen Vordermann und fährt mit diesem raus. Spätestens an einer der nächsten Kreuzungen hat man genug Selbstvertrauen und bekommt das auch alleine hin.

Leute, die unbedingt zusammen fahren wollen, müssen sich hintereinander in der gleichen Reihe in den Konvoi einordnen. Beim versetzten Fahren ist spätestens an einer der nächsten Kreuzungen der Kontakt verloren gegangen. Wir müssen aber dingend von solchen „Paarbildungen“ abraten. Beim nächsten Tankstopp hat man sich ja wieder und kann dort die „traute Zweisamkeit“ ausleben.

Wenn die Kradfahrer der Polizei die Absperrungen alleine übernehmen, bitte daran denken, dass die wieder an die Spitze der Kolonne müssen. Während der Fahrt unbedingt regelmäßig in den Rückspiegel schauen und Platz für die überholenden Kräder der Polizei, für die eingeteilten Ordner und die Kameraleute zum Einscheren bei Gegenverkehr machen.

Wenn ein Fahrzeug ausfällt, an den Straßenrand rollen und stehen bleiben. Dem LKW frühzeitig ein eindeutiges Zeichen geben, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die Kolonne passiert das ausgefallene Bike und bleibt nach einiger Zeit stehen. Der LKW hält an und lädt das liegen gebliebene Fahrzeug auf. Danach geht es weiter. Die notwendigen Reparaturmaßnahmen werden beim nächsten Tankstopp eingeleitet.

Sicherheitshalber noch ein wichtiger Hinweis: der Konvoi-Führer und die Ordner haben das „Hausrecht“ im Konvoi. Im Extremfall sind sie befugt, Mitfahrer von der weiteren Teilnahme an der Demo auszuschließen. In den vielen Sternfahrt-Jahren ist das noch nicht passiert. Trotzdem muss jedem klar sein, dass die sichere Durchführung der Sternfahrt für uns absolute Priorität hat.

Grundsätzlich gilt: Ruhe bewahren, keine Hektik und die Übersicht behalten. Wenn sich jeder an die Konvoi-Regeln hält, kann eigentlich nichts passieren. 

Fahren in der Gruppe

Natürlich sind wir Alle daran interessiert, dass jeder heil von unseren Touren zurück kommt, darum ist es unumgänglich, auf gewisse Regeln, die bei einer Fahrt im Konvoi zu beachten sind, hinzuweisen...

Außerdem sollte sich jeder, der mit uns fahren möchte, fragen, ob seine Fahrpraxis ausreichend ist, um in einem Konvoi mithalten zu können, ohne sich und/oder Andere zu gefährden!

 

Regeln für die Fahrt im Konvoi

  • versetztes_fahrenKommt bitte mit vollgetanktem Bike zum Treffpunkt
  • Vor jeder Tour wird ein Road-Captain bestimmt, der die Strecke kennt und voraus fährt
  • Hinter ihm sollten sich die langsameren und/oder unerfahrenen Biker(-innen) einreihen, sie bestimmen das Tempo
  • Das Motorrad, dass die auffälligste Beleuchtung hat, sollte als letztes fahren, damit man im Rückspiegel immer sehen kann, ob der Konvoi noch komplett ist
  • Der Konvoi startet erst, wenn wirklich Alle startklar sind, sollte auch nur Einer "Stop!" rufen, wartet die ganze Truppe
  • Wir fahren versetzt, mit ausreichendem Abstand zum Vorausfahrenden (siehe Abbildung links)
  • Innerhalb des Konvois wird nicht überholt
  • Sollte sich die Gruppe an einer Kreuzung oder Ampel teilen, wird der vordere Teil der Truppe langsam weiter fahren oder warten, bis der Rest wieder aufgeschlossen hat
  • Wenn eine Ampel auf gelb wechseln sollte, macht keine abrupten Bremsmanöver, sondern fahrt durch, sonst kann es zu Auffahrunfällen kommen
  • Jeder Biker achtet auf den, der hinter ihm fährt! Sollte er im Rückspiegel bemerken, dass der Nachfolgende langsamer wird, oder halten muss, gibt er ein Hupsignal, das von den voraus Fahrenden weiter gegeben wird, bis es schließlich auch beim Road-Captain angekommen ist, so das der Konvoi innerhalb kürzester Zeit langsamer werden bzw. halten kann
  • Denkt daran, dass in Kurven jeder ausreichend Platz hat, bei unübersichtlichen Strecken kann auch hinter einander gefahren werden
  • kreuzung_fahren
    Heranfahren an Kreuzungen