"GEMEINSAM FAHREN - GEMEINSAM KÄMPFEN FÜR UNSERE RECHTE" 

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Aktuelles aus der Presse

Mit einem unserer Dauerthemen in der Presse

BikerNews Februar´12 33.Jahrgang Heft 358

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Erfolge

Erfolge der Biker Union

Frage:

• Wachstum
• Auspuffanlagenverkaufsverbot
• ECE-Helmpflicht
• Öffentlichkeitsarbeit
• Stufenführerschein
• Clubszene
• Protektorenkombi
• KFZ-Besteuerungsreform '93
• Antimanipulationsgesetz
• Straßensperrungen
• Leitplankenschutzprotektoren
• Altfahrzeugverordnung

Auch gegen geschmacklose Werbung wehrt sich die Biker Union:     Siehe hier

 Antwort:

• Wachstum
Die BU wurde 1986 gegründet. In nur wenigen Jahren wurde sie zur größten Interessenvertretung an und um das Motorrad mit heute ca. 4.000 Mitgliedern.

• Auspuffanlagenverkaufsverbot
Das Nachrüstschalldämpferanlagen - Verkaufsverbot wurde verhindert, indem wir den Handel auf diese Problematik aufmerksam machten.

• ECE-Helmpflicht
Durch Aktionen wurde die ECE-Helmpflicht bis auf weiteres verschoben.
1988 wurde zum ersten Mal zu einer Motorraddemonstration durch die BU in der BRD aufgerufen. Über 2.000 Beteiligte kamen nach Bonn. Die BU sprach bei den zuständigen Stellen vor. Nach langem Hin und Her haben die Behörden endlich ein Einsehen gehabt und die Einführung der Norm erst mal auf Eis gelegt. Sie hatten festgestellt, daß die Polizei nach deutschem Gesetz keine Möglichkeit hat, den Helm auf die Norm zu überprüfen. Denn persönliche Schutzausrüstung kann nicht wie irgend ein Reifenprofil kontrolliert werden.
Außerdem hat die BU sie aufmerksam gemacht, daß die Polizeikradfahrer nach dieser Norm nicht mehr auf die Straße dürften, da genauso ihre Helme nicht der Norm entsprachen.


• Öffentlichkeitsarbeit
Die BU hat es mit nachhaltiger Öffentlichkeitsarbeit geschafft, das Image der Bikerszene und des Motorrades in der Gesellschaft zu verbessern.
In vielen Bereichen ist der Verband heute Ansprechpartner für Behörden, Institutionen usw. geworden, um Biker und Motorradfahrer auch zu Wort kommen zu lassen.
Die BU konnte durch verschiedene Aktionen, Demos in Bonn und Berlin, Protestbriefe und Unterschriftensammlungen dokumentieren, daß es eine Masse von kompetenten Bikern gibt, die nicht nur auf ihren Maschinen durch die Gegend rasen und anderen das Leben schwer machen, sondern auf demokratischer Basis aktiv für ihre Rechte und natürlich auch Pflichten verantwortungsbewußt eintreten.


• Stufenführerschein
Durch die Zusammenarbeit mit allen Motorrad-Institutionen haben wir den Stufenführerschein für Benutzer in angepaßter Art und Weise umgestaltet. Nachdem sich die BU sowie verschiedene andere Institutionen und Verbände, jahrelang gegen eine Aufstiegsprüfung beim Übergang von Klasse 1a auf Klasse 1 gewehrt hatten, wurde sie ab dem 1.April 1993 abgeschafft. Dies gilt für jeden, der den Führerschein Klasse 1a seit mindestens 2 Jahren hat und der Führerscheinstelle eidesstattlich versichert, daß er bereits mindestens 4.000 km gefahren ist.
Direkteinstieg
Durch immer wieder kehrende Aufklärungskampagnien und aktives Lobbying ist es gelungen den Direkteinstieg für Führerscheinbewerber, die das 25. Lebensjahr vollendet haben, zu ermöglichen.

• Clubszene
Die BU hat viele, bis dahin zerstrittene, Kräfte für das Motorrad gebündelt und dafür gesorgt, daß ein effektives Arbeiten gegen Diskriminierung möglich wurde.
Vielen Clubs, MC's oder MF's konnte bei ihren alltäglichen Problemen geholfen werden, damit ihre Lebensphilosophie erhalten bleibt und jeder so leben kann, wie er will. Die Biker-Szene in ihrer Form zu erhalten, zu fördern und zu unterstützen ist unser Ziel. Freiheit ist immer die, die man dem Anderen gewährt.
Durch die gemeinsame Arbeit z.B. bei Veranstaltungen der BU, lernen sich Mitglieder verschiedener Clubs kennen. Das Mißtrauen untereinander verschwindet. So können die Kräfte aller besser für die gemeinsame Sache genutzt werden.


• Protektorenkombi
Durch die Öffentlichkeitsarbeit der BU wurde die Allgemeinheit für die Problematik des Tragezwangs sensibilisiert!
1992 beginnt die BU die Arbeit im Normungsausschuß, um dort die Interessen der Motorradszene zu vertreten.
Die BU schafft es, durch ihre Arbeit im Normungsausschuß und in der Öffentlichkeit, daß die Tätigkeit des Normungsausschußes unterbrochen wurde.


• KFZ-Besteuerungsreform '93
Ein weiterer Erfolg ist die Aussetzung der KFZ-Besteuerungsreform die für Anfang 1993 geplant war. Die BU konnte in Zusammenarbeit mit allen Motorrad-Institutionen dem Bundesfinanzministerium klar machen, daß das damalige Modell selbst für Experten nicht nachvollziehbar war.


• Antimanipulationsgesetz
Durch die Mitwirkung der BIKER UNION konnte das geplante Antimanipulationsgesetz entschärft werden. Das Gesetz sollte eigentlich nur für Hubraum schwache Zweiräder wie Mofas und Leichtkrafträder gelten. Angeblich durch einen Übersetzungsfehler wäre es dann fast für alle Motorräder gültig geworden. Die Einführung eines solchen Gesetzes hätte zur Folge gehabt, daß die Motorradindustrie ihre Produkte, in Bezug auf die Antriebsaggregate, nicht mehr im bewährten "Baukastensystem" hätte herstellen können. Eine erhebliche Kostenerhöhung der Motorräder wäre die Folge gewesen. Die BU informierte einflußreiche Stellen, die das Gesetz auf seinen ursprünglichen Sinn zurückführten.


• Straßensperrungen
Die BU hat geplante Straßensperrungen gekippt und Initiativen unterstützt, die gegen solche geklagt haben.
In Bielefeld riefen Beiratsmitglieder der BIKER UNION im Herbst 1990 zu einer Unterschriftenaktion gegen die von der Gemeinde beabsichtigte Sperrung der Hauptstraße von Bielefeld/Brackwede auf. Hierbei stieß man auf das Verständnis der Bevölkerung, die sich entgegen der Behauptung der Gemeinde durch die Biker nicht gestört fühlte. Nach einigem Schriftverkehr konnten die Fraktionen im Magistrat der Stadt von der Unsinnigkeit der Sperrung überzeugt werden. Die Sperrung konnte verhindert werden.
So konnten z.B. die Unfallzahlen im Elmsteiner Tal bei Kaiserslautern von 1989 - 1992 durch Polizeikontrollen unter Mithilfe der BU erheblich gesenkt werden. Außerdem wurde der Prozeß mitfinanziert.
Der bayrische Verwaltungsgerichtshof hob die Sperrung der B 307 (Sudelfeld-Bergstrecke) endgültig auf, nachdem die dortige Initiative Klage eingereicht hatte. 1993 drohte eine erneute Sperrung aufgrund eines Antrags der Gemeinde Bayrisch Zell. Am 24.09.1993 lud die Bayrische Landesregierung neben anderen Organisationen ebenfalls die BU zu einer Besprechung in Bayrisch Zell ein. Aufgrund dieser Besprechung und der daraus hervorgegangenen Aktionen vor Ort, konnte eine erneute Sperrung verhindert werden.
Die BU hat den Vorsitz in der Arbeitsgruppe Straßensperrung in der BAGMO (Bundesarbeitsgemeinschaft Motorrad)


• Leitplankenschutzprotektoren
Von 1986-1994 hat sich der Verband erfolgreich an der Aktion zur Entschärfung der Leitplanken beteiligt. Außerdem wurden Gelder gesammelt um selbst Protektoren an gefährlichen Stellen anzubringen. Dies geschah aus Protest um die Öffentlichkeit auf die Untätigkeit der Behörden aufmerksam zu machen. So hat die BU alle zuständigen Stellen auf die Notwendigkeit aufmerksam gemacht, daß unser Staat diese Aufgabe eigentlich zu erfüllen hätte. Die BU hat an der Erstellung von Mindestanforderungen an diese Protektoren mitgearbeitet. Heute müssen an allen neuen Leitplanken, die angebracht werden, an besonders gefährdeten Stellen die Straßenbauämter zusätzlich Protektoren anbringen.


• Altfahrzeugverordnung
Durch massive Lobbyarbeit im Europäischen Parlament gelingt es Motorräder von der Altfahrzeugverordnung auszuschließen. Dadurch können Motorräder immer noch privat zerlegt und auch in Teilen vekauft werden.